Uns dem Dialog mit den Bäumen wieder erinnern

Möchtest du in einen Dialog mit einem Baum treten, um ihn zu erfragen, ob er dir seine Früchte, seine Blätter, sein Harz oder sein Holz schenken möchte oder auch, ob er es gerne hat, dass man ihm jährlich seine Äste zurückschneidet, an ihm eine Schaukel aufhängt, ein Baumhaus auf ihm errichtet oder ihn gar fällt? Fühlst dich jedoch nicht fähig, selber mit den Bäumen in einen Dialog zu treten? Falls ja, dann kontaktiere mich und lasse mich dich dabei unterstützen, im Austausch mit den Bäumen sie nach ihrem gegenwärtigen Befinden und ihrer Bereitschaft zu erfragen, um dein Vorhaben in Abstimmung mit ihnen zu realisieren. Bäume sind weit mehr als nur Sauerstoffproduzenten, Holzlieferanten und Schattenspender. Sie sind intelligente, lebendige Wesen und wünschen sich, dass wir uns an ein harmonisches Zusammenleben mit ihnen wieder erinnern.

 


Vorgehen
Sende mir ein E-Mail mit deinem Anliegen an marlen.groher@ymail.com. Handelt es sich um einen einzelnen Baum oder mehrere Bäume, die du nach ihrer Bereitschaft erfragen möchtest, so kannst du mir ein aktuelles Foto des Baumes/der Bäume per Mail zusenden. Über Fotografie kann ich mich mit dem Baum/den Bäumen verbinden und ihn/sie nach seiner/ihrer jetzigen Bereitschaft erfragen. Handelt es sich um mehrere Bäume, eine ganze Baumgruppe oder ein Waldstück, wobei es darum geht, einen Baum/einzelne Bäume zu finden, die in der Bereitschaft sind, zBsp. eurer Gemeinschaft Feuerholz zu schenken, so kann ich auf Wunsch zu dir/zu euch kommen und das Erfragen vor Ort auf dem Grundstück durchführen



Bäume sind soziale Wesen
Bäume sind weit mehr als nur Sauerstoffproduzenten, Holzlieferanten und Schattenspender. Sie sind intelligente, lebendige Wesen, die mit ihresgleichen und ihrer Umwelt kommunizieren und lebenslange Freundschaften zu Artgenossen bilden. Bäume sind sehr soziale Wesen und haben die Fähigkeit, sich mit artgleichen Exemplaren zusammenzuschließen und ein Baumnetzwerk zu bilden. Dazu verbinden und vernetzen sich Bäume über Wurzelverwachsungen oder über das unterirdische Pilzgeflecht. Über diese Wurzelverbindungen tauschen sie Nährstoffe und Informationen aus und kommunizieren auf diese Weise über grössere Distanzen miteinander. Bäume gehen diese Wurzelverbindung untereinander bewusst ein, was Wälder zu einem Superorganismus von Mutter Erde macht.

Ein Baum alleine macht keinen Wald aus. Nur in der Ge­­meinschaft können Bäume dieses wunderbare Ökosystem bilden, welches Hitze- und Kälte abfedert, Wasser speichert und sehr feuchte Luft erzeugen kann. Deshalb zählt jeder einzelne Baum in einem Wald und ist wichtig als Bestandteil vom Ganzen. Ständige Todesfälle von Bäumen würden viel zu viele Löcher in das schützende Kronendach eines Waldes reißen. Dies wiederum würde es Wind und Wetter erlauben, stärker in den Wald zu dringen und so das Klima durcheinanderzubringen. Deshalb werden kranke Bäume von einer Baumgemeinschaft unterstützt und mit Nährstoffen versorgt, bis es ihnen wieder besser geht. Ein Wald ohne menschliches Eingreifen ist produktiver. Wenn wir glauben, dass Bäume Platz brauchen, um wachsen zu können und deshalb alle fünf Jahre Bäume schlagen, um den Wald zu lichten, hat das fatale Folgen. Es gibt Baumfamilien und Baumgemeinschaften, zBsp. Buchen, die von sich aus gerne sehr nah beieinander stehen, da sie ‘kuschelnde’ Wesen sind. Diese Bäume suchen von sich aus die Nähe zu Artgenossen. Wenn wir Menschen nicht eingreifen, verteilen Bäume Wasser und Nährstoffe so optimal untereinander, dass jeder einzelne Baum zur Höchstform auflaufen kann. Wenn wir in ‘gut gemeinter Absicht’ jedoch für unser Empfinden „aufdringliche“ Bäume schlagen, da wir glauben,  dass die einen von ihnen Platz bräuchten, dann nehmen wir dadurch einer Baumgemeinschaft Angehörige und die verbleibenden Bäume werden Einsiedler.

Stirbt ein Baum eines natürlichen und freiwilligen Todes in einem Moment von Bereitschaft, so verfault sein Stamm und der Baum fällt von alleine. Dabei hebt sich sein Wurzelwerk aus der Erde und wird in der Regel innerhalb von wenigen Jahrzenten und wieder zu Humus. Wenn wir Bäume hingegen ‘fällen’, in Momenten, in welchem sie noch verwurzelt sind mit der Erde, findet in dem Sinne eine physische Verstümmelung ihrer Körper stadt. Die Baumwesen selbst verlassen dabei nicht ihren physischen Körper. Solange ihr Wurzelwerk im Boden verankert bleibt, werden die umliegenden Bäume sie über das unterirdische Pilzgeflecht am Leben erhalten. Erst wenn Bäume selbstgewählt fallen und dabei ihre Wurzeln aus dem Boden erheben, können sie aus ihrer physischen Hülle treten und damit Platz für neues Leben frei geben.