Wo es dunkel war, wird es endlich heller

Mit dem ganzen Austausch, der momentan online wie offline stattfindet, gelingt es uns, das, was jahrhunderte lang unter den Teppich gewischt wurde, endlich zum Vorschein kommen zu lassen. Dadurch durchleben wir eine kollektive Entwicklungsphase, die unglaublich intensiv ist - für uns alle.

 

In dieser Zeit gibt es keine äusseren Lehrer mehr, die uns zeigen, welcher Wahrheit wir folgen sollen. Vielmehr ist es ein gegenseitiges Austauschen von selbst erfahrenem Wissen, welches wir uns einander jetzt zugänglich machen.

 

Und genau dieses selbst erfahrene Wissen ist das einzige Wissen, welches wir in uns tragen sollten, denn es zeugt nicht von einer Fremdbeeinflussung, sondern von etwas, was viel tiefer in uns ist.

 

Wir sind in einer Zeit, in der wir keinem Lehrer mehr Aufmerksamkeit schenken werden, der von uns erwartet, dass wir es ihm gleich tun sollen. Stattdessen werden wir für die Menschen Respekt empfinden, die uns dabei helfen, den eigenen Lehrer in uns selber zu finden, indem sie uns dabei unterstützen, das Vertrauen in unsere innere Stimme wiederfinden.

 

Den Dialog, welchen wir in dieser Zeit miteinander führen ist intensiv und verläuft über alle Ebenen. Wir kommunizieren sowohl im Wach- wie auch im Schlafzustand miteinander, offline wie online. Es geht jetzt darum, alle Informationen, die fälschlicherweise in uns gespeichert wurden, wieder aufzulösen und loszulassen. Und wer viele Jahre an Schulen verbrachte und viele klassische Lehrer hatte, die unserem eigenen, inneren Lehrer keinen Raum gewährten, der oder die wird in dieser Zeit jetzt so richtig viel aufzuarbeiten haben, um alle Illusionen, mit welchen man uns geprägt hat, wieder los zu werden.

 

Wir unterstützen uns gegenseitig dabei, all den Müll, mit welchem wir in all der Zeit überschüttet wurden, zu entsorgen, indem wir selber forschen durch Erfahren und Ergebnisse dieses eigenen Forschens teilen. Auf diese Weise bringen wir einander immer mehr Licht dahin, wo es so lange dunkel war.

Author: 

Marlen Groher