Wir sind unser eigener Führer

Es gibt niemand im Aussen, der uns unseren Weg weisen kann, auch niemand, der es besser wüsste, wie wir uns in jedem Moment unseres Seins entscheiden sollen. Es sind stets wir selber, die um unseren Weg wissen und somit auch verantwortlich dafür sind, wie sich unser Leben weiter entwickelt.

Solange wir nicht begreifen, dass es keinen äusseren Führer gibt, werden wir bitter enttäuscht sein. Denn solange werden wir andere für unser Unglück verantwortlich machen. Dabei sind wir selber für unseren Weg verantwortlich und nur wir selber können Freiheit erlangen, indem wir die Führung über unser Leben, über unser Glück und unser Paradies auf Erden in unsere eigene Hand nehmen.

Der Ursprung dieses Wissens liegt in der Stille, der Gedankenleere, der Meditation. Nur da werden wir geführt und da finden wir Antworten auf alles.

Wenn uns die Selbstverantwortung zu groß erscheint, fallen wir geistig in ein Verhalten eines Kleinkindes, aus welchem wir andere in die Rolle unseres metaphysischen Papas oder unserer Mama, unseres Führers, Erlösers zwängen, denn dieser ist im Nachhinein dann einfacher zu verurteilen, wenn wir nicht befreit werden. Es ist bequemer, andere für unser Unglück zu beschuldigen...

So schimpfen wir auch über Politiker, Päpste, spirituelle Lehrer und andere Machthaber, denen wir selber die Macht und Verantwortung über uns verliehen haben. Würden wir endlich erwachsen werden und in die vollkommende Eigenverantwortung gehen, so hätte keiner mehr Macht über uns – denn dann würden wir niemanden mehr in die Rolle unseres Führers, Erlösers oder Meisters drängen, sondern Eigenverantwortung für unser Leben übernehmen.

Viele von uns sehnen sich nach einem Führer im Aussen, einem sogenannten Hirten, einem starken Menschen, der uns den Weg weist; der alles richtet, was wir selber kaputt gemacht oder verbockt haben. Diese Sehnsucht nach äusserer Führung ist Grund dafür, weshalb Politik, Wirtschaft und Religion so viel Macht über uns haben. Wir wollen solange noch geführt werden, bis wir bereit sind, die Eigenverantwortung zu übernehmen und der Weisheit in unserem Herzen wieder zu vertrauen...

Author: 

Marlen Groher