Wir sind reines Bewusstsein

Alles, was uns in der äusseren, physischen Welt erscheint, haben wir uns selber erschaffen. Wir sind immer selber die Schöpfer davon, was sich uns im Aussen zeigt.

Wenn wir uns wünschen, dass sich im Aussen etwas verändern soll, weil uns etwas als unangenehm, störend oder unerwünscht begegnet, so bräuchten wir eigentlich nur unseren Gedanken- und Glaubensmustern bewusst zu werden, mit welchen wir dieses Aussen geschaffen haben und diese zu wandeln.

Unser Glaube, welchen wir über Gedanken ins Universum schicken ist Ursache dafür, was sich in der materiellen Ebene manifestiert. Materie ist eine über's Bewusstsein erschaffene Illusion, welche sich uns als verdichtete Energieansammlung wie ein Spiegel zeigt. So sind auch wir bloss eine Verkörperung von Bewusstsein in Form verdichteter Energie.

Mit diesem Verständnis dürfen wir aufhören, im Aussen nach Schuldigen zu suchen und diese zu beklagen, dass sie für unser Glück und Unglück verantwortlich sind. Stattdessen sollten wir uns mit uns selber auseinandersetzen und nach Innen schauen, um dort zu erkennen, was wir in uns selber verändern können, damit im Aussen, durch gewandeltes Bewusstsein, Veränderung geschehen kann.

Alles, was wir fähig sind, in uns selber zu wandeln, wandeln wir kollektiv - da wir auf Seelenebene miteinander verbunden sind.

Wenn wir realisieren, dass wir im Aussen noch gegen etwas ankämpfen, rebellieren oder uns gegen etwas auflehnen, dann haben wir immer die Wahl: Entweder gehen wir hin und schimpfen über die Störung und Ungerechtigkeit im Aussen, gehen auf die Strassen, führen Proteste und Kriege, füttern damit das Unerwünschte noch mit unserer Energie und machen es dadurch noch mächtiger...

Oder wir tauchen in uns ein, gehen in Meditation und in Stille, und reflektieren, wo in uns selbst etwas mit dieser Störung im Aussen resoniert und wie wir unsere Lebensenergie auf das lenken können, wovon wir uns wünschen, dass es mehr wird. Gelingt es uns, die Störung in uns aufzuheben, so wird sich die Störung im Aussen automatisch auch auflösen.

Auf Seelenebene ist alles mit allem verbunden. Alles im Aussen ist somit ein Aspekt unseres Selbst. D.h. alles im Aussen finden wir auch in uns selber wieder (sowohl die lichtvollen, wie auch die dunklen Schattenthemen). Es ist die 'physische Verkörperung', die uns glauben lässt, dass wir von einander getrennt sind. Diese physische Getrenntheit ist jedoch eine Illusion, die uns hat vergessen lassen, dass wir mit einander/mit allem verbunden sind - Eins sind.

Wenn wir uns wünschen, dass sich im Aussen etwas verändern soll, müssen wir bei uns selber mit den Veränderungen beginnen, indem wir unsere Gewohnheiten und Glaubensmuster reflektieren und uns von ihnen verabschieden. Wenn wir aus Bequemlichkeit und Unbewusstheit unsere Kinder noch in den Zoo und Zirkus führen, wo Tiere zur Belustigung und Unterhaltung des Menschen zur Schau gestellt werden, wenn wir uns selber noch mit Unmengen an Zucker und tierischen Produkten aus Tierhaltung ernähren, unsere Aufmerksamkeit von morgens bis abends auf Kriege, Morde und andere Zustände von Unfreiheit und Elend richten, weil uns die Medien von nichts anderem berichten, wir uns aber über all das aufregen, es uns stört - dann sollten wir selber endlich anfangen, unsere Aufmerksamkeit auf Dinge und Ereignisse zu lenken, von dem wir uns wünschen, dass es mehr davon wird. Dies braucht Entscheidungskraft, innere Bereitschaft sowie Disziplin und Ausdauer, liebgewonnene, unbewusste Gewohnheiten loszulassen und unser Konsumverhalten zu verändern. Jedoch nur so können wir dem, was wir uns im Herzen wünschen endlich näher kommen.

Es fordert zu Beginn Kraft, 'Nein' zu sagen, zu unserem Konsum- und Essverhalten. und es braucht in den ersten Jahren auch Ausdauer, den anderen Wünschen unserer Kinder Stand zu halten. Und es bedingt ein minimales Verständnis von Physik, um zu begreifen, dass wir selber Bewusstsein sind und damit selber verantwortlich dafür, was sich manifestiert.

Es gibt demnach keine Schuldigen, die verantwortlich sind für unseren Zustand. Niemand anderer ausser wir selber ist für unser Glück wie auch für unser Unglück verantwortlich.

Möchten wir etwas im Aussen verändern, so müssen wir bei uns selber beginnen, indem wir in uns gehen und uns selber neu ausrichten.

Author: 

Marlen Groher