Präsenz

Präsenz ist für empatische Menschen eine der wichtigsten Werkzeuge, um mit ihrer Begabung umgehen zu lernen.

Empathie ist eine Gabe, welches es uns erlaubt, uns mehr mit allem zu verbinden, uns in das, was uns umgibt hineinzufühlen. Es ist eine selbst gewählte Fähigkeit der Seele, an diesen Punkt des Lernens zu gelangen.

Alles ist Energie und pulsiert in Schwingungen. Ein überaus empatischer Mensch fühlt Energien von allem, was ihn umgibt. Nun ist die Menschheit ein riesiges, verwirrendes, energetisches Schwingungsdurcheinander, ein Schmelztiegel rasanter Energien, aufgeladener, emotionaler Projektionen, WLAN, Handystrahlung, Strahlung elektronischer Geräte, hochgradig verarbeiteter Nahrungsmittel, drohendem Lärm usw.

Alles um uns zu fühlen und zu spüren, und dies rund um die Uhr ist für empatische Menschen eine grosse Herausforderung. Empatische Menschen inkarnieren in diese Welt ohne Bedienungsanleitung, wie sie mit ihrer Begabung/ihrem Talent umgehen sollen. So sind sie erstmals auf sich alleine gestellt und aufgefordert, sich selber ihrer Fähigkeit bewusst zu werden und zu lernen, mit ihr umzugehen.

Wer empatisch ist, kann anfänglich seine Energie nicht von der Energie anderer unterscheiden. Während vieler Jahren sind demnach empatische Menschen überfordert und gleichzeitig aufgefordert, sich mit Energie tiefgründiger zu befassen. Auf Grund der Überforderung erscheinen empathische Menschen oft überemotional, andererseits ziehen sie sich emotional auch oft zurück, um in dieser Flut überhaupt überleben zu können. Sie bevorzugen in dieser Zeit das Alleinsein und gehen nicht viele, persönliche Beziehungen ein. Ein Empath leidet, solange er/sie seine/ihre persönliche Anhaftung an Gefühle anderer nicht lösen kann.

Wenn es ihnen gelingt, konstant präsent zu bleiben, in allem, was sie tun und aus dieser Zentriertheit und Präsenz heraus zu agieren, fangen sie an zu erkennen, dass es ihre Aufgabe ist, 'emotionale Anhaftungen' zu lösen. Sie lernen, einerseits mitzufühlend zu sein, andererseits sich jedoch nicht mehr negativ davon beeinflussen zu lassen. Sie werden dadurch im Stande sein, Positives zu bewirken, da sie auf diese Weise das höchste Licht der Nächstenliebe reflektieren und zulassen, dass wahre Heilung stattfinden darf.

Tägliches Zentrieren, Meditieren, Yoga und Bewusstsein gegenüber unserer Feinfühligkeit klären unser Energiefeld und fördern unsere Zentriertheit. Der Aufenthalt in der Natur dient dazu, uns wieder zu zentrieren und uns mit neuer Energie zu laden. Regelmässig Zeit mit uns alleine zu verbringen, fern ab von nutzlosem Geplapper ist von unschätzbarem Wert. Ein Minimum von einer halben Stunde täglicher, bewusster Fürsorge für uns selber ist von entscheidender Bedeutung. Je mehr davon, desto besser. Genau so tun es Schwimmen im Meer, Wandern, sich selbst die Füsse zu massieren, ein Instrument zu spielen, Malen oder sich mit bewusster Körperarbeit zu befassen. Grundsätzlich alles, was dabei hilft, im Gleichgewicht zu bleiben und ein Empfinden von innerem Frieden und Stabilität aufzubauen.

Zudem hilft es, wenn wir zu 100% ehrlich mit uns selber sind und wissen, was wir brauchen, damit es uns gut geht. Empathie ist ein wahres Geschenk der Nächstenliebe und hat die Macht, in dieser Welt einen Unterschied auszumachen, indem wir fähig werden, anderen in einer lebensverändernden Weise zu helfen.

Ein empatischer Mensch, der sich seiner Fähigkeit bewusst wird, hat die Fähigkeit, sich auf Seelenebene mit allem zu verbinden und dabei zu helfen, bei einem anderen/innerhalb eines grossen Feldes blockierte Energie zu lösen. Da alles in einer Schwingung vibriert, die unbeabsichtigt alles in ihrem Umfeld beeinflussen kann, kann ein wahrhaft nächstenliebender Empath das Energiefeld anderer wieder in Fluss bringen und sehr viel zur spirituellen Entwicklung beitragen.

Author: 

Marlen Groher