Empathie

Empathie wird umschrieben als die Fähigkeit, sich in die Gefühle eines anderen hineinzuversetzen. Betroffene fühlen sich oft „anders“, können sich ihr Verhalten aber selbst nicht erklären und nehmen sich in der Gesellschaft zurück, aus Angst, missverstanden zu werden. Dadurch unterdrücken sie ihre Fähigkeit und geraten unter Druck.

Empatische Menschen verfügen über die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge der Welt zu erfassen. Dabei geht es nicht um wissenschaftliche Fakten oder weltanschauliche Überzeugungen. Es ist die innere Ausrichtung, die sie leitet. Sie lässt sie als einen Teil eines großen Ganzen erfahren, der unabhängig von Zeit und Raum mitschwingt.

Grosse Menschenmengen werden für empathische Menschen zur Herausforderung, denn die unterschiedlichen Energien überfluten Empathen mit einem Gemisch aller Emotionen, das ihre eigene Energie wie Störsender überlagert. Dadurch fühlen sie sich schnell erschöpft und durcheinander.

Empathen nehmen die Emotionen und Gedanken anderer wahr und halten sie in einer Zeit, in der sie sich über ihre Fähigkeit noch unbewusst sind oft für ihre eigenen. Das führt zu Selbstzweifel oder dazu, dass sie ihren eigenen Gefühlszustand immer wieder von neuem aufbauen müssen. Als Empath ist man in solchen Jahren stark herausgefordert, die fremden Einflüsse von den eigenen Körperwahrnehmungen unterscheiden zu lernen.

Ist jemand zum Beispiel unehrlich zu ihnen, fühlen sie es sofort. Empathen neigen auch dazu, körperliche Symptome oder Krankheiten von ihnen nahestehenden Personen zu übernehmen – sozusagen aus Sympathie. Gemeinsam „zu leiden“ schafft ein Gefühl der Nähe. Einige möchten damit ihren Liebsten 'ihr Leid' abnehmen.

Oft treten dadurch aber Probleme im Bereich der Verdauung oder des unteren Rückens auf. Hier ist der Sitz des Sakralchakras, über welches Gefühle aufgenommen werden. Wer sich seiner empathischen Fähigkeit noch nicht bewusst ist, auf den strömen Energien ein, die der/sie noch nicht einordnen kann.

Empathen neigen dazu, sich mit den „Unterdrückten“, d.h. mit Menschen, die leiden oder benachteiligt sind, zu identifizieren. Empathen ziehen solche Menschen förmlich an. Und es ist nicht selten, dass Fremde ihnen vertrauen und ihnen ihre Probleme erzählen. So kann es passieren, dass deren Angelegenheiten zu ihren werden.

Empathen fühlen sich ständig erschöpft und können diese Erschöpfung kaum mit Schlaf kompensieren. Das kommt daher, dass andere von ihrer Energie leben oder fremde Schwingungen ihre eigene unaufhörlich durcheinanderbringen.

Empathen neigen dazu, sich mit Suchtmitteln jeglicher Art zu betäuben. Es ist der unbewusste Versuch, sich vor diesen Einflüssen der Außenwelt abzuschirmen oder zu verstecken, wenn es zu überwältigend wird.

Empathische Menschen haben oft eine kreative Ader und eine sehr starke Vorstellungskraft. Egal, in welchem Bereich, kreativer Ausdruck ist für sie überlebensnotwendig, denn dadurch können sie ihre eigenen Energien fliessen lassen. In der Natur oder zusammen mit Tieren zu sein gibt ihnen verlorene Energie zurück. Sie fühlen die starke, harmonische Kraft, die von den Tieren und Pflanzen ausgeht und können dabei abschalten und auftanken.

Empathen brauchen Zeiten der Einsamkeit. Ist das nicht möglich, steigt ihre innere Spannung so stark an, dass sie glauben, verrückt zu werden.

Uninteressante Routinearbeiten ermüden sie zusätzlich. Etwas tun zu müssen, was ohne Reiz ist, laugt sie aus. Sie verweigern sich unbewusst Anweisungen und Regeln, weil sie wissen, dass sie sie unglücklich machen. Auf andere wirkt das wie Sturheit oder Faulheit. Jedoch ist es ein Streben nach Wahrheit und dem Sinn hinter den Dingen. Nicht zu wissen, warum etwas so ist, kann bei Empathen eine regelrechte Sinnkrise auslösen. Auf der anderen Seite führt zu viel Nachfragen und Nachdenken auch oft zu Erschöpfung.

Empatische Menschen sind Freigeister und suchen stehts neue Erfahrungen. Freiheit steht bei ihnen über allem. Einschränkungen vergiftet sie. Zuviel Unordnung und eine Ansammlung von nicht mehr benötigten Dingen um sie herum stören ihren Energiefluss. Sie möchten Platz, Luft und Licht.

Bestimmte Wochen- oder Feiertage fühlen sich für empatische Menschen anders an, weil sie die Energie des kollektiven Denkens aufnehmen. So kann es sein, dass sie sich an manchen Tagen gehetzt vorkommen, obwohl sie wenig zu tun haben.

Auch gebrauchte Gegenstände und Nahrungsmittel haben ihre Energie und Schwingung. Empathen fühlen diese Energien stark und trennen sich deshalb von gewissen Dingen oder können nciht mehr alles essen.

Wenn ein Empath zu lange von fremden Schwingungen überrant worden ist, gelingt es ihm kaum, ein freunliches Gesicht zu bewahren und zieht sich von einem Moment auf den anderen in sich selber zurück.

Empathen arbeiten lieber alleine, weil sie dadurch ihr eigenes Tempo bestimmen können. Sich auf andere einstellen zu müssen oder eine bestimmte Rolle darzustellen geht über ihre Grenzen.

Für Empathen ist es praktisch unmöglich, vorgegebene Strategien auszuführen. Auch wenn sie davon überzeugt sind, dass sie helfen würden, kommen sie immer wieder an einen bestimmten Punkt, an welchem sie automatisch ihrem eigenen Muster folgen.

Die einzige Möglichkeit, dass ein empathischer Mensch sich wieder selbst fühlt und seinen Weg findet, ist, seinem eigenen Empfindungen Raum zu schenken und diesen nachzugeben. Auch wenn das bedeutet, aus den bisherigen Strukturen auszubrechen. Dieser Loslösungsprozess kann langwierig und schmerzhaft sein, da er die Enttäuschungen der anderen ja mitfühlt und um den eigenen Schmerz weiß.

Erst wenn ein empatischer Mensch seinen eigenen Weg geht, eröffnen sich ihm alle Möglichkeiten, die ihn unterstützen und ihm das Gefühl geben, sich wieder selbst wahrzunehmen.

Author: 

Marlen Groher