Die Energie folgt unserer Aufmerksamkeit

Unsere Energie fliesst in jedem Moment dort hin, wo wir gedanklich sind. Sind wir in der Küche am Kartoffel schälen und denken gleichzeitig an einen Menschen, den wir lieben, so fliesst Energie nicht in die Kartoffel vor uns, sondern zur Person, an welche wir denken. Denken wir während dem Gitarre spielen an den Streit mit der Freundin, so fliesst nicht Energie in unsere Musik, die erklingt, sondern zur Freundin, mit welcher wir uns gedanklich verbinden. Streicheln wir den Rücken unseres kranken Kindes und denken dabei an schreckliche Bilder des Tages von Kriegen, so fliesst in diesem Moment nicht Energie zu unseren Kindern, sondern zu den Kriegen, mit denen wir uns verbinden.


Viele von uns, sind sich ihren Gedanken nicht bewusst, erst recht nicht der Kraft, welche damit verbunden ist. Und vielen von uns fällt es schwer, gedanklich zu sein, wo ihre Körper sind. Stattdessen sind wir gedanklich beinahe ununterbrochen 'abwesend' - anderswo. Die vielen äusseren Einflüsse, auch die vielen Informationen, welche uns über verschiedene Medienkanäle erreichen, machen es uns nicht einfach, im Hier und Jetzt zu sein. So geraten wir unaufhörlich in Versuchung, uns über andere Menschen, über's Natel, den Computer, Gratiszeitschriften und -zeitungen verführen zu lassen, den Ort gedanklich zu verlassen, wo unser Körper sich befindet. Ständig werden wir gedanklich zu Ereignissen und an Orte geführt, die woanders sind, als unser Körper sich befindet. Verbinden wir uns länger als 2 Sekunden gedanklich mit ihnen, so fliesst Energie von uns zu diesen Ereignissen, Orten und Personen - immer und automatisch.

 

Unbewusst 'füttern' wir auf diese Weise sowohl die Geburt des Kindes einer Freundin wie aber auch die kriegerischen Machenschaften eines Staates, ohne dass wir es uns bewusst sind - einfach bereits dadurch, dass wir uns gedanklich (wenn es uns 'betroffen' macht) mit einem Ereigniss verbinden.

 

Genau jetzt, wo einmal mehr die Welt in Aufruhr ist und unzählige Bewohner ihre Heimat verlassen müssen, getötet werden oder anderes Leid erfahren, ist es ganz wichtig, dass wir uns dieser Kraft und Auswirkung unserer Gedanken bewusst werden und Verantwortung dafür übernehmen, was für Informationen wir einerseits konsumieren, andererseits wo wir uns gedanklich aufhalten. Werden wir unseren Gedanken erst einmal bewusst, so werden wir fähig, unsere Energie bewusst dort hin zu lenken, von dem wir uns wünschen, dass es mehr wird. Bleiben wir unseren Gedanken gegenüber hingegen unbewusst, füttern wir weiterhin das, von dem wir uns eigentlich wünschen, dass es weniger wird...

Author: 

Marlen Groher