Balsam aus Tannenharz

In den kälteren Tagen des Jahres beschenken uns Rottannen mit ihrem kostbaren Harz, welches sich zusammen mit Bienenwachs und Olivenöl zu einem wundervollen 'Balsam' verarbeiten lässt.

Der Balsam eignet sich bei Atemproblemen, indem wir ihn uns auf die Brust streichen oder bei trockener Haut, bei Warzen und anderen Hautinfekten.

Herstellung:

Man gehe in den Wald und bitte vor dem Eintreten in den Wald die Bäume um ihre Geschenke. Dann lasse man sich zu den 'Gaben' führen und nehme nur von Bäumen, die uns 'offensichtlich' von ihrem Harz geben möchten. Ich mache es jeweils so, dass ich jeden Baum frage, ob ich von seinem Harz nehmen darf. Lässt sich der Harz gut nehmen, dann nehme ich das als Zeichen von ja. Ist bereits der erste Versuch mühsam, dann respektiere ich, dass der Baum den Harz selber behalten möchte.

Wichtig ist beim Sammeln von Harz, dass wir dem Wald auch etwas zurück geben. Dies kann sein, dass wir etwas gekochten Reis mitbringen oder ein paar Nüsse/Früchte für die Waldtiere oder etwas von unserem Mensblut. Ich bedanke mich für die Gaben meistens auch noch mit einer Räucherung.

Für den Balsam nehmen wir folgende Zutaten:

1 Teil Bienenwachs
2 Teile Tannenharz
4 Teile Olivenöl

Alles erhitzen, anschliessend in kleine Gläser absieben.

Author: 

Marlen Groher