Auf die Dualität folgt die Einheit

Wenn wir loslassen, wer wir glauben zu sein, werden wir anfangen zu begreifen, was wir sind. Wenn wir in diesem Moment noch immer glauben, dass wir nur Körper sind und dass wir durch ihn etwas anderes sind, als der Vogel, welcher uns gerade seine Feder schenkte, wenn wir uns noch immer getrennt fühlen von allem, was uns umgibt, dann sollten wir jetzt aufwachen und erkennen, dass wir in einer Illusion leben.


Das Einheits-Denken ist eine der wahrscheinlich schwierigsten, jedoch auch bedeutendsten Lebens-Lektionen, welche wir als Menschen auf dem Planeten 'Erde' machen dürfen. Wir nehmen die Erde als etwas war, was von Dualität und Polarität bestimmt wird. Solange wir dies glauben, wird es nicht anders sein. Wenn wir uns jedoch etwas anderes wünschen und unsere Gedanken danach ausrichten, werden wir erleben, dass sich die Erde und das Leben auf ihr verändern wird.


Einheits-Bewusstsein oder Einheits-Denken ist die Fähigkeit, über die Dualität hinaus zu blicken und zu begreifen, dass es eine höhere Einheit über der Dualität gibt, die universell alles miteinander verbindet. Wir werden 'Einheit' erst dann begreifen, wenn wir Dualität erlebt haben. Und wir werden erst dann verstehen können, dass Dualität eine Illusion ist, wenn wir 'Einheit' erfahren haben. Die Illusion der Getrenntheit, in der wir auf der Erde leben ist so stark, dass es uns schwer fällt, die Einheit uns vorzustellen, respektive wahrzunehmen. Genau aber 'Einheit' zu begreifen ist eine der großen Lehren auf Seelenebene, welche wir hier auf der Erde erfahren werden. Uns gelingt dies, indem wir alle Glaubensmuster loslassen, an welche wir bis anhin glaubten, dass sie real sind.


Indem wir physisch durch unseren menschlichen Körper (unser äusseres Erscheinungsbild) von einander getrennt sind, glauben wir immer wieder, dass wir ganzheitlich von einander getrennt sind, dass ich Mensch etwas anderes bin als der Hund oder der Stein vor mir. Dabei sind wir es nicht. Im Gegenteil. Unsere subtile Natur ist Einheit, nicht Getrenntheit.


Über Meditation werden wir unserem Sein und unserer Einheit bewusst, wir erinnern uns unseren Fähigkeiten und finden unsere eigenen Wünsche, was wir möchten. Zudem werden wir über die Stille begreifen, dass wir nicht Körper sind, sondern Körper haben und in unserer Natur miteinander verbunden sind.


Gleichgültig in Unbewusstheit zu verharren würde bedeuten, unseren freien Willen aufzugeben. Über ein kollektives Bewusstwerden können wir uns die Welt gemeinsam erschaffen, wie wir sie uns wünschen. Jeder einzelte trägt Mitverantwortung, ein Gleichgewicht in diesen Teil des Universums zu bringen, indem wir das Wissen um Technik mit spiritueller Reife wieder in Einklang bringen.


Lasst uns unsere äussere Getrenntheit überwinden, uns so oft als möglich in die Stille begeben, gleichzeitig aber auch die Schönheit der Fielfalt durch Getrenntheit respektieren. Die Einheit und Getrenntheit in vollem Bewusstsein zu verstehen bedeutet, die Menschen und Lebewesen in ihrer vollen Vielfalt zu lieben, wie sie sind. Und Frieden bedeutet nicht Abwesenheit von Krieg, sondern zu werden, was wir in Wirklichkeit sind - eine 'Bruder- und Schwesternschaft von Gleichen'.


Freiheit werden wir erlangen, indem wir uns täglich unseren äusseren Beschränkungen und Trägheiten bewusst werden und uns von ihnen entledigen, was immer diese auch sein mögen. In uns ist ein unglaubliches Potential vergessen gegangen. Viele haben die Macht und Kontrolle über ihr Schicksal in fremde Hände gelegt, sich von technischem Fortschritt blenden und verführen lassen, die tödlichen Konsequenzen für das Ökosystem der Erde missachtet. Dabei bist du doch auch die Erde und umgekehrt.


Erinnere dich an deine aussergewöhnlichen Fähigkeiten, das Leben lebenswert zu machen und deine Fähigkeit, dem Schicksal selbstbestimmt die Stirn zu bieten.


Jeder einzelne von uns hat die Wahl, die Zukunft des blauen Planeten mitzugestalten. Werde dir deiner schöpferischen Kraft bewusst und lasse deine Gedanken nicht parteiisch modellieren oder dich politisch versklaven.

Author: 

Marlen Groher