Alles ist ein Ausdruck vom SEIN

 

Wie Laubbäume jeden Herbst ihre Blätter loslassen, kurz darauf bereits die Knospen für den nächsten Frühling bereitstellen, im Frühling selbst mit den ersten Sonnenstrahlen erblühen und im Sommer ihre Früchte anderen Lebewesen und dem eigenen Fortbestand (Fortpflanzung) zum Geschenk machen, so sind auch wir eingeladen, immer wieder loszulassen, was gerade noch unser Ausdruck war, um uns dem Neuen hinzugeben.

Wenn wir nicht loslassen, verweigern wir uns unserer inneren Natur - der Seele, vergleichbar mit einem Laubbaum, der sich im Herbst weigert, seine Blätter fallen zu lassen. Indem wir loslassen, schenken wir der Seele die Gelegenheit, sich durch uns neu auszudrücken.

Alles ist beseelt und ein Audruck vom Sein. Aller Ausdruck von Sein basiert auf einem stetigen Übergehen von Geborenwerden und Vergehen und unterliegt einem ständigen Fliessen der Seele, vergleichbar mit lebendigem Wasser, welches in einem endlosen Kreislauf sich fortbewegt, verdunstet, fällt, versickert...

Stellen wir uns dem natürlichen Fliessen der Seele quer - dann erfahren wir Wiederstand und Leid. Geben wir uns dem Fliessen der Seele hin, so erfahren wir Leichtigkeit und Fülle, auch, dass wir Seele sind.




Author: 

Marlen Groher